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Gnewin

(Kreis Lauenburg / Pommern)


Standesamtsbezirk :  Gnewin


Kirchspiel (evangelisch) : Gnewin


Kirchspiel (katholisch) :  Tillau


Ansprechpartner :  Fritz Schulz

Gnewin: Kreis Lauenburg, 1910 (Quelle 3): 1. Landgemeinde mit 196 Einwohner und 2. Gutsbezirk mit 212 Einwohner im Amtsbezirk Gnewin, Kirchspiel Gnewin (kath. Althammer).
In alter Zeit auch Groß Gnewin (Grote Gnewin) genannt, angeblich ursprünglich ein Pirchsches Gut, gehörte im 15. Jhd. (um 1474) den Zisterzienserinnen des Klosters Zarnowitz, die es bald an Klaus v. Weiher verkauften. Nach den Weiherschen Urkunden aber hat schon im Jahre 1491 ein Johannes Weiher dieses Gnewin von einem Vetter Nikolaus Röpke gekauft und ging 1509 an dessen Sohn Klaus v. Weiher. Um 1700 (1711) Übergang des Gutes an die v. Jatzkows, die Erbherren von Gnewin und Gnewinke. 1756 zu den Majoratsgütern des Herrn v. Rexin gehörend. 1909 wurde es zum Teil aufgeteilt (letzter Besitzer Alexander v. Rexin, 168 ha, 9 Stellen). Der Besitzer Max v. Pirch-Wobensin ließ 1930/31 Gnewin und Gnewinke ganz aufteilen (1129 ha, 67 Stellen). Gnewinke (Klein Gnewin) war spätestens seit der Zeit um 1700 mit Gnewin verbunden. Gnewin hatte früher 3 Jahrmärkte, am Himmelfahrtstag, am 24. August, am Bartholomäustage, später 2 im März und Juni. Das Kirchspiel wurde bereits um 1400 erwähnt. Bei der Ausbreitung der Reformation trat auch diese Kirche in den Protestantismus über. Die Kirche brannte Anfang des 17. Jhd. ab. 1890 entstand ein Ziegelrohbau. Glocken der Kirche stammen von 1601 und 1604 (Quellen 3, 4).

>> In Gnewin lebte unser Vorfahre Ferdinand Buschkowski (KZ 26), Schuhmachergesell (gen. als Pate 1852).
>> ooI. 1857u in ?EK Gnewin Ferdinand Buschkowski (KZ 26) mit Albertine Nachtigall
>>*17.08.1900 Julius Gustav Sondermann oo mit Elisabeth Minna Pieper
>> oo 1930 in EK Gnewin Herbert Witt mit Helene Jeschke
>> oo 30.10.1936 in EK Gnewin Olga Maria Alma Witt mit Friedrich Karl August Piornack
>> In Gnewin lebte unser Vorfahre Paul Gustav Franz Pieper (KZ 6), Schmiedemeister in einer selbständigen Werkstätte von Mitte 1945 - Mitte 1947 bis zur Ausweisung aus Pommern.
 

Quellen:
1) Franz Schultz (1907): „Geschichte der Kreise Neustadt und Putzig“
2) Hans Prutz (1872): „Geschichte des Kreises Neustadt in Westpreussen“
3) Franz Schultz (1912): „Geschichte des Kreises Lauenburg in Pommern“
4) Heinrich Koops (1967): „Streifzug durch die Dörfer des Kreises Lauenburg“
5) Willy Heidn (1965): „Die Ortschaften des Kreises Karthaus/Westpr. in der Vergangenheit“